Ursprünglich aus Japan ist Kokedama eine dekorative Pflanzenkunst, die in den 1990er Jahren entstanden ist. Sie hat sich seitdem auf der ganzen Welt verbreitet und viele Künstler und Floristen erobert.
Sie entstand aus der Begegnung von drei alten japanischen Techniken. Zunächst findet man den Nearai. Dies sind Wildpflanzen, die in einer traditionellen Keramik gepflanzt und dann auf einer kleinen Erdkuppel platziert werden. Die Kusanomo-Technik nutzt dann Saisonpflanzen in einer traditionellen Keramik, die auf einem Jiita (ein altes lackiertes Holzbrett) platziert wird. Schließlich die Bonsai-Technik, ein Miniaturbaum, der geschnitten und in eine Keramik gepflanzt wird. Bonsai erfordert besondere Aufmerksamkeit und sorgfältige Pflege. Es waren diese Einschränkungen, die nach und nach zur Entstehung von Kokedama führten.
« Koke » bedeutet « Moos » und « Dama » bedeutet « Kugel ». Wörtlich genommen sind diese Mooskugeln sehr leicht zu pflegen und technisch viel einfacher als ihre Vorgänger. Kokedama besteht oft aus Pflanzen, die im Wald oder in den Bergen gefunden werden. Die Technik ist einfach: es geht darum, eine Sphäre um die nackten Wurzeln der Pflanze zu bilden. Dazu verwendet man speziellen Ton, den man dann mit Moos bedeckt, um schöne grüne Kugeln zu erhalten.
Adrien Bénard ist einer der bekanntesten Künstler in diesem Bereich, besonders dank seines Geschäfts, das eine majestätische Kokedama-Kollektion präsentiert. Er verliebte sich unsterblich in diese Pflanzenkunst bei einem Besuch in Japan. Er trug dazu bei, sie in Frankreich zu verbreiten, unter anderem durch sein Buch « Die Kunst des Kokedama », geschrieben mit Marie-Pierre Baudoin.
« Die Natur ist ein universeller und sicherer Lehrer für denjenigen, der sie beobachtet », Carlo Goldoni, italienischer Dramatiker.
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