ÖKOLOGIE
Blumenschaum: Ein versteckter Müll, der unsere Umwelt verschmutzt
Blumenschaum, allgegenwärtig in Blumenarrangements und floralen Kompositionen, scheint auf den ersten Blick ein harmloses Produkt zu sein. Üblicherweise bei Veranstaltungen und in Dekorationen und floralen Kreationen verwendet, wird er geschätzt für seine Fähigkeit, Blumen an ihrem Platz zu halten und es Floristen zu ermöglichen, zarte und komplexe Werke zu schaffen. Doch hinter dieser Fassade der Nützlichkeit verbirgt sich ein großes Umweltproblem, das nur wenige Menschen kennen.
Blumenschaum: Worum handelt es sich?
Blumenschaum, oft grün und bröckelnd, ist ein synthetisches Material, das aus Kunststoffen wie Polyurethan und Phenolformaldehyd hergestellt wird. Dieser Herstellungsprozess, der die Verwendung von Chemikalien beinhaltet, ist selbst eine Verschmutzungsquelle. Der Schaum wird in Form von leichten und porösen Blöcken produziert, die Wasser aufnehmen können. Dies lässt vermuten, dass er die darin eingefügten Blumen hydratisieren könnte. Doch diese Wahrnehmung ist trügerisch.
Sein Hauptvorteil ist nicht die Hydratation
In der Floralbranche wird Blumenschaum hauptsächlich verwendet, um Blumen an ihrem Platz zu halten, besonders in Blumenarrangements für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Bestattungen und Feiern. Er ist auch beliebt in Tischdekorationen und komplexen floralen Kreationen, wo er es ermöglicht, Blumen in präzisen Positionen zu befestigen, ohne dass sie sich verschieben.
Die Umweltauswirkungen von Blumenschaum
Es gibt eine aussagekräftige Zahl: 39 % der Floristen sortieren ihren Blumenschaum-Müll nicht (Xerfi Specific-Studie für Valhor und France Agrimer). Fast jeder zweite Florist macht sich nicht die Mühe, zur Entsorgung zu fahren oder den Schaum zu seinem Großhändler zurückzubringen. Und wenn diese Profis Kompositionen für Privatpersonen herstellen, wissen diese dann, wo sie Blumenschaum entsorgen sollen? Höchstwahrscheinlich nicht – in den meisten Fällen landet er mit den verwelkten Blumen im Müll.
Blumenschaum ist nicht biologisch abbaubar
Eines der schwerwiegendsten Probleme mit Blumenschaum ist seine Nicht-Abbaubarkeit. Nach Gebrauch landet er normalerweise im Müll und sein Abfall bleibt Jahrhunderte lang in der Umwelt bestehen. Im Gegensatz zu anderen in der Floristik verwendeten Materialien wie Papier oder Karton zersetzt sich Blumenschaum nicht auf natürliche Weise. Er zerfällt in Mikroplastiken, die Böden und Gewässer kontaminieren und somit zur globalen Kunststoffverschmutzung beitragen.
Toxizität und chemische Verschmutzung
Neben seiner Nicht-Abbaubarkeit setzt Blumenschaum bei der Zersetzung giftige Stoffe frei. Darunter Formaldehyd, eine krebserregende Verbindung, die schädliche Auswirkungen auf die menschliche und tierische Gesundheit haben kann. Diese Stoffe versickern in Böden und Gewässer und bedrohen die lokale Fauna und Flora. Die aus Blumenschaum entstehenden Mikroplastiken können von Tieren aufgenommen werden und stören Ökosysteme.
Die Herstellung von Blumenschaum ist energieintensiv
Die Produktion von Blumenschaum ist auch ressourcenintensiv. Sie benötigt Rohstoffe aus fossilen Energieträgern, deren Gewinnung und Verarbeitung große Quellen von Treibhausgasemissionen sind. Der Kohlenstoff-Fußabdruck dieses Produkts, kombiniert mit seiner Umweltauswirkung am Ende des Lebenszyklus, macht Blumenschaum zu einem besonders umweltschädlichen Material in der Blumenproduktionskette.
Blumenschaum, obwohl praktisch und in der Floralbranche allgegenwärtig, ist alles andere als ein harmloses Material. Seine ökologischen Auswirkungen von der Produktion bis zum Ende des Lebenszyklus sind schwerwiegend und erfordern ein kollektives Bewusstsein. Zum Glück gibt es Alternativen, die nachhaltigere und umweltfreundlichere Optionen bieten. Diese Alternativen werden in unserem Magazin sehr bald vorgestellt – bleiben Sie verbunden.
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